Tschüss Social Media, und zwar für immer...

Ich hatte mittlerweile mehrere Versuche gestartet, ohne Social Media auszukommen, und bin immer wieder irgendwie gescheitert. Der Hauptgedanke meiner Rückkehr, meiner Rückfälligkeit, war der, dass ich ohne Social Media nicht auffindbar war, aber ich habe gemerkt, dass ich es auch mit nicht bin...

Auf ein dramatisches Abgangsfoto habe ich bewusst verzichtet :)


Tschüss, bye bye und auf Wiedersehen Social Media...

Ich habe meinen Account deaktiviert, gelöscht und wurde gehackt, aber ich habe weiter gemacht. Doch mittlerweile geht mir immer mehr ein Licht auf und ich frage mich immer mehr: Wozu tu ich das eigentlich? Was nützt es mir? Wie stark wird die Abhängigkeit? Und dann habe ich überlegt, verglichen und entschieden. Wie du siehst, ist mein Menü »Social Media« von meiner Webseite verschwunden und ich bin nicht mal traurig darüber. Ganz im Gegenteil, denn ich widme mich mehr den wirklich wichtigen Dingen im Leben: Familie, Hobbys und Job.

Insgesamt konzentriere ich mich jetzt eher auf die echte Vernetzung, so werde ich Beiträge über andere verfassen und teilen. Meine Blogbeiträge, die ich auch stark reduzieren werde, werden auf Trusted Blogs* veröffentlicht, was mir auch eine tolle Vernetzung gibt. Ich kommentiere mehr in anderen Blogs, dadurch werde ich mindestens genauso wenig (lach) gesehen, wie bei Facebook und Co. Aber mit meinen Kommentaren erkläre ich Mr. Google, dass dieser Beitrag interessant ist und pusche so den Ersteller. Ich möchte einfach nicht mehr Teil einer Scheinwelt sein, mich nicht in einer Filterblase aufhalten.


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Meine ersten Anti-Social-Media-Gehversuche kannst du hier und hier verfolgen bzw. nachlesen.

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Lohnt es sich, dabei zu sein?

Social Media kann eine gute Sache sein, wird aber immer mehr zu einem Geschäftsmodell. Zahle, dann wirst du gesehen. Wusstest du, das man mittlerweile mit seinem Post nur noch 2 % seiner Freunde erreicht? Und die lesen es vielleicht nicht mal. Und außerhalb? No way...

Wenn diese Freunde den Post nicht liken, kommentieren oder teilen, ist er einfach nichts wert, du gehst unter. Dann kommt hinzu, dass z.B. Facebook ungern sieht, dass man etwas schreibt und dann auf seinen Blog verlinkt. Da könnten die Leute ja auf die Idee kommen, Facebook für einen Moment zu verlassen. Das geht gar nicht, also weg mit der Reichweite. Probier es mal aus, du wirst staunen.

Weniger Reichweite, weniger Besucher, eine Abwärtsspirale. Warum sollte man also 100 % geben, um 2 % der ultrawenigen Freunde oder Follower zu erreichen? Dazu kommt, dass ich absolut kein Mensch bin, der durch Selbstdarstellung glänzt. Mein Profil auf meiner Webseite war schon ein Abenteuer. Nicht, weil mir die Worte fehlen, nein, es war vielmehr, weil ich so ungern über mich rede.

Die ganzen Hochglanz- und Weißgetünchten Bilder im Internet gehen mir ehrlich gesagt auch sehr auf den Keks. Ich möchte weniger Ablenkung, weniger Abhängigkeit (Zeit, Likes...), sondern mehr Leben und mehr Schreiben. Ich möchte meine Zeit nicht damit verbringen, im Alltag oder auf Ausflügen permanent nach tollen Bildermöglichkeiten zu jagen, statt die Momente zu genießen, um besonders gut darzustellen, was ich nicht bin. Ich möchte nicht gegen all die Menschen gegen an kämpfen, um gesehen zu werden. Wer sagt mir, dass, wenn ich mich durchgeboxt habe, die Leser auch mein Buch kaufen? Wenn sie meine Bücher bei Amazon finden, können sie entscheiden und gut ist. Das bedeutet für mich: Ich bin bei Amazon und ich habe meine Webseite. Punkt.


Gute Seiten - Schlechte Seiten | Geteiltes Leid ist halbes Leid

Es ärgert mich jedes Mal, wenn ich sehe, wie dahingeschmierte Inhalte besser ranken, wie meine, die ich echt ausgewählt und mit Liebe erstellt habe. Es ärgert mich, dass manche erst einen Tag irgendwo sind und schon Unmengen an Followern, Likes, Kommentaren haben und ich nicht. Das nagt an einem und frustriert. Ich möchte nicht frustriert sein.

Ich habe bei Unternehmen und Privatpersonen geliked, kommentiert, geteilt und verlinkt und keiner hatte nur ein müdes Lächeln für mich über, dass hat mich sehr traurig gemacht. Eine Ausnahme ist Trusted Blogs. Aber wahrscheinlich verstehe ich Sozial da falsch. Sozial bedeutet heutzutage wohl eher, das Rennen um Follower, Abonnenten und Likes, nicht aber sich gegenseitig zu unterstützen. Schade.

Mich nerven aber auch die ewig nörgelnden Menschen, die nur kommentieren, nicht nur bei mir, um ihren eigenen Frust abzulassen. Immer wird man mit schlechten Nachrichten konfrontiert, mit Perfektion und all solchen Dingen. Das will ich nicht.

Wenn man schlechtes Niveau so dermaßen pusht, dann bin ich eben raus. Das ist einfach nicht meins. Und damit bin ich auch nicht allein. Bestes Beispiel: ich poste einen Eisvogel beim Fischfang und erziele 3 Likes, tauche mit meinen Hashtags aber nicht mal in der Instagram Timeline auf. Dann suche ich und entdecke entweder halbnackte Frauen oder einen Audi. Na, das passt natürlich besser. Da fehlen mir einfach die Worte...


Fakt ist: Ich will mich nicht ständig in Pose schmeißen, ich will schreiben. Ich möchte nicht mich verkaufen, sondern meine Bücher. Wenn jemand mehr über mich erfahren möchte, ich habe einen Blog, über den man auch kommunizieren kann, und eine Mailadresse. So einfach ist das.



Wie steht es mit dir? Liebst du Facebook und Co., warst du überhaupt dort oder warst du dort und hast dem Ganzen ebenfalls den Rücken gekehrt? Was waren deine Gründe? Erzähl doch mal ;)





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