Meine 6 Tipps rund ums Lektorat

Gerade als Selfpublisher muss man häufig auf seine Finanzen achten und kann sich oftmals kein tolles Cover oder ein professionelles Lektorat leisten. Doch wie bekommt man diese Gratwanderung dennoch irgendwie hin? Dies erkläre ich dir in diesem kurzem Artikel…

Tipp 1: Was du selbst tun kannst, um Kosten bzw. Ausgaben zu sparen

Bevor du dein Werk ins Lektorat oder Korrektorat gibst, lies es selbst nochmals und mehrmals genau durch, mal leise, mal laut, mal im Sitzen, mal stehend. Lass einige Zeit vergehen, um dich dem Buch wieder zu widmen. Darüber gibt es übrigens bald einen eigenen Beitrag. Wenn du deinen Kopf wieder frei hast, lies das Buch in verschiedenen Formaten z.B. am PC, im Kindle etc. Manchmal fällt der Blick dabei auf bisher unbemerkte Fehler. Manche Autoren nutzen auch verschiedene Textfarben oder Schriftarten, um ihre Kopf-Augen-Arbeit zu überlisten. Wenn möglich, kannst du dein Buch auch ausdrucken und als Printversion durcharbeiten.

Egal, für welche Form der Überarbeitung du dich entscheidest, nimm dir auf jeden Fall Zeit. Lies es mehrmals komplett durch. Erst, wenn du meinst, dass keine Fehler mehr drin stecken, gib es in ein Lektorat. Nicht, weil Lektoren faul sind, sondern einfach weil man dabei teilweise Geld sparen kann, nämlich dann, wenn ein Zeitfaktor den Preis bestimmt. Meine Lektorin nimmt 2,50-5 Euro pro Normseite/1500 Zeichen inkl. Leerzeichen. Da spielt es also keine Rolle, wie lange sie für meine Werke braucht.

Auch das Cover kann dir eine zeitliche und finanzielle Ersparnis bringen. Wenn du jemanden einen Auftrag für ein Cover vergeben möchtest, dann versuche, deine Wünsche so klar wie möglich zu definieren, und zeige dem Designer/der Designerin ein paar Beispiele von deinen persönlichen Lieblingscovern. Je besser dein Coverwunsch durchdacht ist, desto weniger Zeit und Hin und Her kostet es dich.

Die größte Ersparnis hast du ganz einfach: Je besser du dein Handwerk verstehst, desto weniger brauchst du andere oder desto geringer werden sich die Kosten gestalten.


Tipp 2: Gib auch Einsteigern in den Beruf eine Chance

Manche Neu-Lektoren sind genauso gut wie Lektoren, die schon jahrelang als Lektor arbeiten. Wenn du einem guten Neuling eine Chance gibst, hast du oft den Vorteil, dass die Preise oft geringer ausfallen ohne fehlendes Know How.


Tipp 3: Vergleiche Preise und Arbeit

Viele günstigere Lektoren bieten denselben Service wie die teureren Kollegen. Auch hier kannst du sparen, wenn du mindestens drei oder eine Handvoll Lektoren ausprobierst. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt den Zuschlag bzw. Auftrag von dir.

Hinweis: Überdenke auch die Chemie, die Sympathie zwischen euch. Dadurch kannst du auch sparen, denn wenn du mit einem Lektor weniger klarkommst und später für den Rest der Überarbeitung einen anderen Lektor suchen musst, zahlst du quasi doppelt. Übrigens: Ein guter Lektor bietet dir immer einige Seiten zur kostenlosen Korrektur an, damit du seine Arbeitsweise kennenlernen kannst und er weiß, was du wünschst und wie weit du bist.


Tipp 4: Nur die Korrektur

Wenn du wirklich sparen musst, dann lasse dein Buch zumindest teillektorieren (Korrektorat), also einfach nur in Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung korrigieren. Das ist immer noch mehr und besser, als gar nichts. Testleser sind eine tolle Sache, ersetzen aber kein professionelles Lektorat/Korrektorat.


Tipp 5: Verhandle den Preis

Wenn du ein größeres Projekt hast, solltest du deinen in Frage kommenden Lektor/deine Lektorin ruhig fragen, ob ihr einen Festpreis ausmachen könnt oder frage generell nach der preislichen Flexibilität. Manchmal stehen die Preise zwar auf der Webseite oder werden irgendwo anders angegeben, aber eine Verhandlung ist trotzdem möglich... wenn man denn fragt ;) Und somit kommen wir auch zum letzten Tipp...


Tipp 6: Aktionen und Rabatte

Suche oder frage nach Rabatten und Aktionen. Manchmal gibt es Gewinnspiele, die ein günstigeres Lektorat verlosen oder es gibt einen Neukundenrabatt oder auch Vergünstigungen für Stammkunden. Ideal, wenn du vorhast, dich dem Schreiben ernsthaft zu widmen und eine engere Bindung an einen Lektoren/eine Lektorin anstrebst. Ich lasse an meine Bücher niemand anderes mehr als Nicole vom Wortzauber-Lektorat. Die Adresse kann ich dir gern geben, sie ist noch nicht im Internet präsent.

Allgemeine Tipps

Gerade beim ersten Buch solltest du dich eher als Unternehmer sehen und Geld investieren. Die Ausgaben sind überschaubar und wenn du eine Firma gründest und aufbaust, musst du wesentlich mehr als diese Summen investieren. Hast du erst einmal die ersten schlechten Rezensionen wegen einer katastrophalen Rechtschreibung, einem nichtssagenden Klappentext oder einem fürchterlich designten Cover dann ist bereits ein Makel in deiner schillernden Karriere. Mist. Wenn du von Anfang an in dein Unternehmen "Autor" investierst, kannst du nur gewinnen. Investiere Zeit, Nerven, Geduld, Liebe aber auch Geld für ein ansprechendes Cover und ein professionell bearbeitetes Innenleben.



Wie ist es mit dir? Machst du viel Vorarbeit oder bekommt dein Lektor/deine Lektorin die volle Kante? Hast du überhaupt einen Lektor/eine Lektorin? Und wenn, warum? (Bitte keine Werbung für Lektoren!)


Übrigens: Hier* habe ich einen Buchtipp versteckt ;)


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