Marken und Namen im Buch oder Artikel

Jeder Autor oder Blogger kommt irgendwann an den Punkt, wo er über etwas oder jemanden schreiben möchte, aber Angst hat, den Namen zu nennen. Schließlich hat er von anderen schon so oft gehört, dass es mächtig Ärger geben kann. In diesem Artikel erfährst Du kurz und knapp, wie Du mit Marken und Namen umgehen musst.


Marken – Audi, Puma, Chanel No 5 und Co. Du kannst natürlich die Marken in Deinen Artikeln oder Büchern nennen. Es gibt zwar die Möglichkeit, drum herum zu schreiben, aber es klingt oft nicht gut. Ein Beispiel: Er trug weiße Schuhe mit einer großen Aufschrift eines Tieres darauf. Besser und erlaubt: seine weißen Pumaschuhe waren dahin, den Schmutz bekäme er sicher nicht ohne Schaden weg, auch wenn Pumaschuhe viel aushalten. Du darfst selbstverständlich auch darüber schreiben, dass Deine Protagonistin ein Huawai benutzt oder bei Rossmann einkaufen geht. Solltest Du über einen Rattenbefall in einem Restaurant schreiben, sollte es allerdings weder einen realen Namen haben, noch durch eine genauere Beschreibung auf ein reales Restaurant hindeuten. Auch über Stars sollte man nur schlechte Dinge schreiben, die man auch widerlegen kann.

Unterschied zwischen Rufschädigung, Tatsache und Meinung Natürlich darfst Du in einem Erfahrungsbericht Deine Meinung frei äußern. Wenn Du Dir ein Produkt kaufst und nicht zufrieden bist, darfst Du es auch so schreiben. Es ist eben Deine Meinung. Mit einer Meinung sagst Du etwas persönliches aus, eben, wie Du beispielsweise das Produkt findest: das Samsunghandy finde ich nicht so gut wie das Nokia. Du darfst nur keine Unwahrheiten schreiben, es sei denn, sie sind beweisbar. Eine Tatsache ist etwas, was man eindeutig widerlegen kann. Beispiel: Chanel No. 5 ist teurer als Jovan. Unter Rufschädigung allerdings fallen Dinge, die Du tatsächlich nicht beweisen kannst oder erfindest, z.B. aus Emotionen heraus sagst: Boris Becker hat mich geschlagen. Nur weil er Dir vielleicht kein Autogramm gegeben hat. Hinweis: diese Beispiele werden vielleicht nicht in einem Buch gebraucht, sind aber für jeden klar verständlich.


Zitate/Witze/Scherze Und wie sieht es mit Zitaten aus? Ähnlich. Du darfst sie anwenden, musst aber den Verfasser bekannt geben. Dies kannst Du hinter dem Zitat in Klammern setzen: (Verfasser: unbekannt), am Buchende oder auch am Seitenende mit einem Sternchen * im Text versehen. (Zitat *). Wenn Du eine Marke oder ähnliches in einen Witz verpacken möchtest, musst Du schon vorsichtiger sein. In dem Witz darf keine Beleidigung o.ä. stecken oder verpackt werden, jedoch darf man. ​ Bilder Gerade Blogger peppen ihre Beiträge gern mit Fotos auf. Hier gibt es einiges zu beachten. Eigentlich kann man es einfach machen: als Beiwerk, z.B. eine Dose Cola trinkend am Meer stehen oder an einem Kiosk stehen, ist erlaubt. Bei einem Bild, wo es eindeutig um die Marke geht, solltest Du besser immer und vorher eine Erlaubnis des Herstellers einholen, schriftlich. Vor Allem, wenn es um eine Vermarktung geht und nicht für den Privatgebrauch. Du kannst Dich für Dein persönliches Profil an einen Rolls Royce stellen. Du darfst aber nicht den Wagen ablichten und die Bilder verkaufen. Werbebilder sind in den Maßen erlaubt, solange man nicht mit der Marke in Verbindung gebracht werden kann. Ausnahmen: die Presse. Aber hier kommen wir doch zu sehr vom Thema ab. Wissenswertes: im Zweifel solltest Du immer, möglichst schriftlich, eine Anfrage bei den Herstellern stellen. Wenn Du eine Marke/einen Namen nutzt, dann möglichst  so, dass man nicht denken könnte, die Hersteller unterstützen Dich (Ausnahme ist natürlich eine Zusammenarbeit) oder in einem Maße, der Dich durch Werbung hervorhebt. ​ Fazit: Du darfst jegliche Marken und Namen nennen, solange sie nicht in unwahre Tatsachen verstrickt werden. z.B. Gucci-Taschen halten nicht lange und stinken oder auch: das Plazahotel in New York war total verottet, Schimmel im Bad und die Teppiche stanken. Du darfst zwar schreiben, dass es in Deinen Augen gestunken hat und herunter gekommen ist, aber Du darfst es nicht zu einer Tatsachenbehauptung machen. Tatsachenbehauptung: das Plazahotel ist herunter gekommen und es stinkt dort. Meinung: ich finde, im Plazahotel riecht es unangenehm und es kommt mir auch außerhalb ziemlich runter gekommen vor. ​

Wie gehst Du mit Marken und Namen um? Hast Du Fragen? Schreib doch einfach mal in die Kommentare ;)



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